Geschäfte in der Schlossstraße

Ihren Namen verdankt die Schlossstraße dem Wahrzeichen der Stadt Bruchsal, nämlich dem Schloss der Fürstbischöfe von Speyer, der einzigen geistlichen Barockresidenz am Oberrhein und erinnert damit an die Glanzzeit in der Geschichte der Stadt Bruchsal.

Sie ist eine relativ kurze Einbahnstraße, die den Bruchsaler Innenstadtring im Westen abschließt. Sie beginnt im Schlossraum, dem ehemaligen Wirtschaftshof des Schlosses, überquert die Kaiserstraße und geht nach der Einmündung der Wörthstraße direkt in die Luisenstraße über. Zahlreiche Geschäfte, Imbisse und Dienstleister tragen dazu bei, dass diese Verbindung zwischen der Schlossanlage im Norden und der Innenstadt im Osten gut frequentiert ist.

Der Erbauer des Schlosses war Damian Hugo von Schönborn (1676-1743), Fürstbischof von Speyer. Schon sein Vorgänger hatte wegen ständigen Streitigkeiten mit der Speyerer Bürgerschaft den Sitz des Fürstbistums Speyer nach Bruchsal verlegt. Sein Nachfolger Franz Christoph Freiherr von Hutten zu Stolzenfels, Fürstbischof von 1743 bis 1770, ließ die Innenräume prunkvoll im Stil des Rokoko ausbauen.

Als Folge der Napoleonischen Eroberung wurden alle kirchlichen Güter säkularisiert und Schloss Bruchsal kam in den Besitz der Markgrafen von Baden.

Das beim Bombenangriff am 1. März 1945 fast vollständig zerstörte Schloss wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Heute ist darin das Deutsche Musikautomaten-Museum und das Museum für die Geschichte der Stadt Bruchsal untergebracht. In den Prunkräumen finden kulturelle Veranstaltungen statt. (MaCsi)