Geschäfte in der Wörth-und Hoheneggerstraße

Die Wörth- und die Hoheneggerstraße bilden heute – aus Sicht des Einzelhandels – eine Einheit. Beide Straßen wurden im Zuge der Umgestaltung der Bruchsaler Innenstadt in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch das Anpflanzen von Ahornbäumen und durch das Verlegen von Naturpflaster aufgewertet und bilden den Rahmen für Boutiquen und kleine, inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte.

Während jedoch die Hoheneggerstraße heute verkehrsberuhigt ist, bildet die Wörthstraße eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt und ist als Einbahnstraße auch dank der Stellflächen für Pkws sehr beliebt.

Die Hoheneggerstraße wurde in den verkehrsberuhigten Teil der Innenstadt einbezogen, so dass viele Einzelhändler die Aufenthaltsqualität in dem Bereich durch das Aufstellen von Sitzbänken  weiter gesteigert haben. Ihr Name geht auf ein 1554 fertiggestelltes Herrenhaus zurück, das später in den Besitz der Familie von Hohenegg zu Vilsegg überging. Das „Hohenegger“ genannte Gebäude wechselte seine Eigentümer einige Male und beherbergte im  19. Jahrhundert eine Knabenschule, später wurde es als Bücherei mit Lesestube und als Musikschule genutzt. Es fiel am 1. März 1945 den Bomben zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut.

Der Name der Wörthstraße erinnert an die Schlacht von Wörth, die während des Deutsch-Französischen Kriegs, am 6. August 1870, in der Nähe des Ortes Wörth im Unterelsass stattfand und mit dem Sieg der Preußen endete. (MaCi)